Review: Grimm

Hallo ...!

Heute gibt's eine Review, die schon länger sehnsüchtig darauf wartet endlich veröffentlicht zu werden! Viel Spaß!


Christoph Marzi

Grimm


Vesper Gold ist durch und durch eine Rebellin. Aber das ist auch kein Wunder, denn ihre Eltern sind beide exzentrisch. Margo Gold ist eine weltbekannte Pianistin und Vespers Vater Maxime ein Filmregisseur. Auch auf der Elite Schule, die Vesper in ihrer neuen Heimatstadt Hamburg besucht, hat sie keine Freunde. Aber das ist der jungen Frau egal, denn was ihr wirklich wichtig ist, ist der kleine Job in der Schneiderkammer eines Hamburger Theaters, wo Vesper nach der Schule an den Kostümen arbeitet. Als Maxime Gold stirbt, geht Vesper der Tod ihres Vater näher als sie gedacht hätte. Die Schülerin erhält eine geheimnisvolle Nachricht und fängt an, sich in ihrer eigenen Wohnung nicht mehr sicher zu fühlen. Ihr Vater hatte Geheimnisse und Vesper muss einer Spur aus Rosenstaub folgen um Klarheit zu erlangen und sich vor den Schatten zu schützen, die sie verfolgen.


Vesper ist mal wieder ein typischer Marzi-Charakter. Sie ist hat ihren eigenen Kopf, ordnet sich nicht gern unter, ist selbständig und rebellisch. Vielleicht erscheint sie auf den ersten Blick ein wenig eingebildet, aber das ist sie nicht. Die junge Frau hat einfach verstanden, dass sie nicht mit ihrer Mutter unter einem Dach leben kann und deshalb begonnen sich ein eigenes Leben aufzubauen, fernab von den Vorstellungen ihrer Eltern. Neben ihrer kreativen Arbeit ist ihr ihre Kollegin Ida ans Herz gewachsen. Und es trifft Vesper, als Ida leiden muss weil ihre kleine, süße Tochter Greta, wie alle anderen Kinder auch, mitten am Tag plötzlich einschläft.
Die plötzliche Nachricht vom Tod ihres Vaters bringt Vespers Leben durcheinander. Sie hat keine Kontrolle mehr über die Ereignisse, die auf sie einstürzen. Das Bild, das ihr Vater so mochte, soll ihr helfen ihre Gedanken zu ordnen und sich zu verabschieden. Noch kann sie nicht ahnen, dass es da draußen jemanden gibt, der verstehen kann, wie sie sich fühlt und mit dem sie gemeinsam in die Abgründe des uralten Geheimnis eintauchen wird, dass ihr Vater gehütet hat.

Grimm ist wie die meisten anderen Bücher von Christoph Marzi. Schon nach einigen Seiten wird man von der Geschichte in ihren Bann gezogen und kann nur sehr schlecht aufhören zu lesen, während der Hauptcharakter in einer wahnsinnigen Geschwindigkeit durch die emotionalen Höhen und Tiefen der Geschichte stolpert :D Und trotzdem hat es diese Geschichte geschafft besonders zu sein. Nach London ist Hamburg ein wirklich schöner und passender Schauplatz für die Geschichte von Vesper Gold. Die Idee, dass ein reales Gemälde ein wichtiger Schlüssel zu dem Geheimnis ist, dem Vesper auf die Spur kommen muss, und das im ganzen Buch immer wieder auftaucht, finde ich großartig! (Von dem Bild an sich war ich später, nachdem ich es gegoogelt hatte, dann allerdings ein wenig enttäuscht.) Gemäß dem Buchtitel Grimm, kommen einige Märchenelemente in der Erzählung vor, ziemlich passend eingebettet. Drei Schlüssel, die Uhr, der große böse Wolf... mehr will ich an dieser Stelle nicht verraten.
Und natürlich wird Vesper bei ihren Streifzügen durch Hamburg von Musik begleitet. Allerdings merkt man, dass die Töchter des Schriftstellers inzwischen ein wenig älter werden, denn mit Billy Talent kam erstmals Musik vor, die ich persönlich auch gern höre :D

Insgesamt eine fesselnde und wunderschöne Geschichte, die Tiefgang beweißt und einen Märchen-Fan wie mich von Anfang bis Ende verzaubert hat.

Deshalb 14 von 15 magischen Sternen :D


1 Kommentar:

  1. Oh ja, Christoph Marzi kann wirklich gut erzählen. Toller Tipp! :)

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